7 Kanäle

Die sieben spirituellen Verbindungen (Mitzvot), noachidische Gesetze oder auch Kanäle Noachs

Glaube an einen Schöpfer

  1. Glaube an einen Schöpfer
    Der Mensch erkennt an, dass es einen Schöpfer gibt, der die Welt erschaffen hat und der sich um seine Geschöpfe kümmert. Gebete dürfen nur an den Schöpfer und nicht an andere Lebewesen gerichtet werden.
  2. Verbot, seinen Namen zu unrecht aussprechen
    Egal wie wütend man in einer bestimmten Situation sein kann, darf man nie den Schöpfer verfluchen oder auch nur seinen Namen zu unrecht gebrauchen.
  3. Verbot zu töten – Respekt für das Leben
    Das menschliche Leben ist unermesslich wertvoll. Ein einziges Leben zu zerstören ist wie eine ganze Welt zu zerstören – denn für diese Person hat die Welt aufgehört zu existieren. Daraus wird auch abgeleitet, dass das Erhalten auch nur eines menschlichen Lebens gleichbedeutend ist mit der Erhaltung eines gesamten Universums.
  4. Verbot des Inzest – Respekt für die Familie
    Inzest, Fremdgehen, Vergewaltigungen und homosexuelle Beziehungen sind verboten. Die Familie ist die Grundlage der menschlichen Gesellschaft. Sexualität ist die Quelle des Lebens und somit ist nichts heiliger als der Sexualakt. Im Umkehrschritt, wenn man den Sexualakt entheiligt, ist es für die Menschen sehr destruktiv.
  5. Verbot zu stehlen – Respekt für das Eigentum der Anderen
    Alle Dinge, die man in diesem Leben erhält, dürfen nicht auf die unfaire Last eines anderen Menschen gehen. Man darf anderen Menschen nicht das wegnehmen, was ihnen gehört.
  6. Das Gebot, gerechte Gerichtshöfe zu errichten
    Jede kleine Aktion der Gerechtigkeit bringt Harmonie in unsere Welt zurück. Gleichzeitig synchronisieren wir uns wieder mit einer höheren Ordnung. Deshalb ist es so wichtig für die Stabilität und die Harmonie unserer Welt, dass gerecht geurteilt wird.
  7. Kein Teil eines Lebenden Tieres essen – alle Geschöpfe respektieren.
    Man muss alle Kreaturen des Schöpfers respektieren, denn alle Geschöpfe sind intelligent und der Mensch darf anderen Geschöpfen keinen Schmerz zufügen.
    Dieses Gesetz bedeuet auch, dass bei Schlachtungen von Tieren unbedingt darauf geachtet werden muss, dass das Tier tot ist, bevor es zerlegt wird. Dies ist in modernen Schlachthöfen nicht immer der Fall.

Die Mitzvot können mit dem Wort Kanäle übersetzt werden, sie stellen einen Bund dar zwischen dem Schöpfer und der Menschheit. Um diesen Bund zu halten, hat jeder Mensch die Verpflichtung, die Mitzvot zu erfüllen.

Die sieben Gesetze enthalten das Verbot des Götzendienstes, des Fluchens, des Tötens, der sexuellen Sünden, des Diebstahls und des Essens eines Teiles von einem lebenden Tier. Das siebte Gebot besagt, dass man ein System gerechter Gerichtshöfe einsetzen soll.

Das sieht fast zu einfach aus. Es klingt wie eine universelle Ethik, kann man aus diesen Prinzipien einen religösen Glauben ableiten?

Die Gebote sehen einfach aus, jedoch handelt es sich umgrundlegende Prinzipien, oder Hauptkategorien, die alle Aspekte des Lebens umfassen. Als Beispiel ist das Verbot des Götzendienstes gleichzeitig eineAnleitung zum Glauben an Einen Schöpfer, seine Art und die Weise, wie er die Welt erschafft und welche Beziehung er zu den Geschöpfen pflegt und so weiter.Das Gesetz verbietet Anbindungen an jede okkulte Praxis.

Das Gesetz, kein Teil eines lebenden Tieres zu essen beinhaltet die Anleitung, wie man Tiere behandeln soll, wie man sie richtig isst,wie man sie kosher zubereitet und so weiter.

Das Verbot gegen sexuelle Sünden beinhaltet das gesamteVerständnis der Tora zur menschlichen Sexualität, die Prinzipien, auf denen eine Familie aufgebaut ist, die Beziehungen zwischen Mann und Frau und die Erziehung der Kinder. Die talmudischen Rabbiner lernen diese Themen in verschiedenen Weisen, Sie können es glauben oder nicht, dieser Glaubensansatz kann ein ganzes Leben mit Studien anfüllen. Auf jeden Fall ist es eine lebendige Weise, an die Tora zu glauben. Die Tora beginnt mit der Genesis, der Schöpfung. Dies ist eine Enthüllung für die gesamte Menschheit, nicht nur für die Juden. Israel ist das priesterliche Volk, das die Aufgabe hat, die Tora allen Menschen zu übermitteln.

Woher stammen die sieben Gebote Noachs?

Zu Anbeginn der Welt wurden  dem ersten Menschen Adam universelle, spirituelle Kanäle gegeben. Diese Kanäle wurden vor circa  4400 Jahren zu Zeiten Noachs ein zweites Mal allen Menschen aufgetragen. Die heiligen Kanäle erklären dem Menschen, was der Schöpfer von uns erwartet. Sie stellen die grundsätzlichen Bedingungen für das Leben der Menschen in dieser Welt dar. Sie sind Anleitungen dafür, wie wir Menschen die Erlösung erreichen können und wie ein Mensch dem Schöpfer in Erfahrung und Wissen näher kommen kann. Die 7 Kanäle sind Wegführer zum einen, zum anderen Schutzschilde nicht nur für den Einzelnen, sondern auch global für die gesamte Menschheit und deren Zukunft. Der Schöpfer gab dem ersten Menschen Adam 6 Kanäle oder Mitzvot…und der Schöpfer befahl es den Menschen (Gen. 2:16),die dann dem Noach nach der Sintflut wiederholt wurden und mit einem weiteren7. Kanal erweitert wurden. Seit dieser Zeit sind die Gesetze als 7 Gebote Noachs bekannt.